Ludwigs
Burg
Festival

Requiem für Verbundenheit

Hoffnung und Trost in der Pandemie

In einem neuen szenischen Filmprojekt wird das »Human Requiem« zu einer Auseinandersetzung mit den derzeitigen Folgen von Corona. Unter der Regie von Jochen Sandig und der musikalischen Leitung von Gijs Leenaars spendet der Rundfunkchor Berlin mit Brahms’ »Deutschem Requiem« Hoffnung und Trost in schweren Zeiten. 

Als Jochen Sandig 2012 das »Deutsche Requiem« von Johannes Brahms in ein »Human Requiem« verwandelte, schuf er mit seinem innovativen Konzept ein neues musikalisches Gemeinschaftserlebnis. In bewegenden Konzerten verschmolzen die Musiker*innen des Rundfunkchores Berlin mit dem Publikum zu einer Einheit. Brahms tröstende Worte im Angesicht des Todes wirkten so stark wie selten zuvor. Dass nur wenige Jahre später eine Pandemie solche schönen Aufführungen im Zuge von Kontaktbeschränkungen, Abstandsregeln und Social Distancing unmöglich machen würde, konnte damals niemand ahnen.


Doch gerade jetzt ist die Musik von Brahms in Anbetracht der verheerenden Auswirkungen durch Corona besonders wichtig und aktuell. Hingebungsvoll wurde zu diesem Anlass ein filmisches Projekt entwickelt, das bei der zentralen Corona-Gedenkfeier in Berlin am 18. April 2021 erstmalig zu sehen war. Die Videoproduktion mit dem Rundfunkchor Berlin ist nun auch auf unserer Digitalen Bühne verfügbar.


In seiner Inszenierung der ersten beiden Sätze des »Deutschen Requiems« hat sich Jochen Sandig neu mit den bestehenden Problemen auseinandergesetzt. Die Chormitglieder, eigentlich ein gemeinschaftlicher Verbund aus Singenden, müssen in Abstand hintereinander gehen: Aus einem starken Kollektiv werden isolierte Individuen. Dennoch dominieren in Brahms’ Musik Hoffnung und Zuspruch. Das »Deutsche Requiem« versucht durch den Tod verursachte Ängste und entstandenes Leid zu überwinden. Es ist kein Requiem, keine Totenmesse im herkömmlichen Sinne, sondern eine Musik, die den Hinterbliebenen Trost spendet. Unter der Leitung von Gijs Leenaars bringen die Sänger*innen diesen Lebensmut visuell und musikalisch zum Ausdruck.


Die Ludwigsburger Schlossfestspiele trauern mit allen Menschen, die derzeit durch das Virus physische wie seelische Wunden davontragen müssen. Keine Kunst der Welt kann dieses Leid ungeschehen machen. Mit dem »Human Requiem« sollen jedoch Trost, Zuversicht und Verbundenheit in die Welt getragen werden. Wir glauben fest, daran, dass die Zukunft für die Menschen Gutes bereithält: »Freude und Wonne werden sie ergreifen und Schmerz und Seufzen wird weg müssen.«


Zum Stream

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