1918
Nach dem Ersten Weltkrieg wird das Residenzschloss Ludwigsburg – Deutschlands größte barocke Schlossanlage – der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
1922
Das Schlosstheater wird mit G. F. Händels “Rodelinde” erstmals seit 1853 wieder bespielt (Gastspiel der Württembergischen Staatstheater im Rahmen einer Tagung für Denkmalpflege und Heimatschutz im Ludwigsburger Schloss).
1931
Wilhelm Krämer gründet die Ludwigsburger “Mozartgemeinde”
1932
Mit den Hauskonzerten der Ludwigsburger Mozartgemeinde legt Wilhelm Krämer den Grundstein für das heute unter dem Namen Ludwigsburger Schlossfestspiele/Internationale Festspiele Baden-Württemberg bekannte Festival.
1933
Am 7. Oktober findet das erste Ludwigsburger Schlosskonzert im Ordenssaal statt. Von Anfang an sind die Musikhochschule, das Theater und der Rundfunksender in Stuttgart an den Programmen beteiligt.
1933-1939
Sechs bis zehn Schlosskonzerte pro Jahr im Ordenssaal, in der Ordenskappelle, Schlosskirche und im Innenhof.
1939
Am 23. Juli findet die letzte Veranstaltung der Ludwigsburger Schlosskonzerte vor Beginn des Zweiten Weltkriegs statt. Restaurierung des Ordenssaales und der Schlosskirche.
1946
Am 20. Oktober findet das erste Schlosskonzert nach dem Krieg statt.
1947
Unter dem Titel “Ludwigsburger Schlosskonzerte/Mozart-Tage 1947” findet mit 34 Konzerten die erste Konzertreihe nach Kriegsende statt. Diese Vielzahl an Konzerten wird erst 1978 wieder überschritten.
1952
Die bisher über das ganze Jahr verteilten Schlosskonzerte werden zu einer Festwoche im Sommer unter dem Namen “Ludwigsburger Schlosstage” gebündelt.
1954
Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident und Kuratoriumsmitglied Theodor Heuss wird das 3. Deutsche Mozartfest der Deutschen Mozart-Gesellschaft im Rahmen der Ludwigsburger Schlosskonzerte durchgeführt. (Erste Opernaufführung im neu renovierten Schlosstheater: “Titus” von W. A. Mozart, ein Gastspiel der Württembergischen Staatstheater). Durch die Ausrichtung des Mozartfestes gewinnen die Ludwigsburger Schlosskonzerte bundesweit an Bedeutung.
1964
Am 18. Juli dirigiert Wolfgang Gönnenwein zum ersten Mal im Rahmen der Festspiele. 1966 Etablierung des Begriffs Ludwigsburger Schlossfestspiele. Mit rund 12.000 Besuchern aus dem ganzen Bundesgebiet, sowie aus Österreich, Frankreich, Schweiz und Holland, sind alle Konzerte ausverkauft.
1968
250-Jahrfeier der Stadt Ludwigsburg. Aus diesem Anlass finden mehrere Extra-Konzerte im Rahmen der Ludwigsburger Schlossfestspiele statt.
1971
Der Festspielgründer Wilhelm Krämer stirbt am 8. Dezember, unmittelbar nachdem er die künstlerische Leitung an Wolfgang Gönnenwein übergeben hat.
1972
Wolfgang Gönnenwein gründet in seiner ersten Saison als Leiter der Ludwigsburger Schlossfestspiele ein eigenes Festspielensemble (Orchester und Süddeutscher Madrigalchor Stuttgart). Erste eigene Opernproduktion im Ludwigsburger Schlosstheater (W. A. Mozart: “Die Zauberflöte”, Regie: Ernst Poettgen) und erstes Matinee-Podium für junge Künstler im Rahmen der Festspiele.
1973
Die Friedenskirche Ludwigsburg wird die erste Spielstätte der Ludwigsburger Schlossfestspiele außerhalb des Schlosses. Bis zum Bau des Forums am Schlosspark ist sie der größte Konzertsaal der Festspiele.
1976
Erste Auslandsgastspiele und erste Platteneinspielungen des Ensembles der Ludwigsburger Schlossfestspiele.
1978
Erste eigene Ballettproduktion (Choreographie: Heinz Spoerli).
1980
Erweiterung zu “Internationale Festspiele Baden-Württemberg” und offizielle Landesfestspiele. Erste Spielorte außerhalb Ludwigsburgs sind u. a. Bietigheim und Haigerloch. Seit den 80er Jahren geht das Festspiel-Ensemble regelmäßig weltweit auf Tournee, u. a. nach Südamerika, Fernost, Israel, Südafrika.
1982
Jubiläum 50 Jahre Ludwigsburger Schlossfestspiele. Erste eigene Schauspielproduktion (Thomas Bernhard: “Über allen Gipfeln ist Ruh”) und erste Fernseh-Live-Übertragung einer Opernproduktion der Ludwigsburger Festspiele (W. A. Mozart: “Titus” / Gastspiel in Baden-Baden).
1984
Beginn der Reihe “Mozart aus dem Ludwigsburger Schloss “. Baubeginn des Forum am Schlosspark, einem modernen Kulturzentrum und zukünftigen Festspielhaus. Am Außenspielort Wolfegg finden erstmals Konzerte statt.
1986
Das Festspielensemble eröffnet am 29. Juni das Schleswig-Holstein-Musik-Festival.
1988
Eröffnung der Festspielsaison im neu gebauten Forum am Schlosspark.
1993
Beginn der Restaurierung und dadurch Schließung des Schlosstheaters.
1995
Erstes Klassik Open Air vor dem Seeschloss Monrepos. Die Karlskaserne kommt als neuer Szene-Spielort für Tanz und Weltmusik hinzu.
1996
Die der Nachwuchsförderung gewidmete Reihe “Ludwigsburger Debüt” wird durch das Konzert “Klassik Stern” erweitert, in dem sich junge Künstler an der Seite des Festspielorchesters präsentieren.
1997
Jubiläum 65 Jahre Festspiele, davon 25 Jahre unter der Leitung von Wolfgang Gönnenwein. “performDance”, die moderne Tanztheaterreihe, wird ins Programm der Ludwigsburger Schlossfestspiele eingeführt.
1998
Das Schlosstheater – Europas ältestes erhaltenes Schlosstheater – wird nach fünfjähriger Restaurierung mit der Wiederaufnahme von Mozarts “Zauberflöte” neu eröffnet (Regie: Axel Manthey).
1999
Die Vielfalt der Ludwigsburger Schlossfestspiele wird mit der Weltmusik-Reihe “earthTones” weiter ausgebaut.
2000
Jubiläum 20 Jahre Landesfestspiele / Internationale Festspiele Baden-Württemberg. Außenspielorte sind: Bietigheim, Haigerloch und Bad Imnau, Wertheim und Wolfegg. Dazu kommen als Gastspielorte Beuron und die Bodenseeinsel Mainau.
2004
Letzte Saison von Wolfgang Gönnenwein, seit 1972 künstlerischer Leiter der Schlossfestspiele.
2005
Prof. Dr. Wulf Konold übernimmt die künstlerische Leitung der Ludwigsburger Schlossfestspiele. Neuer Chefdirigent von Chor und Orchester ist Michael Hofstetter.
2006
Das Festspielensemble unter seinem neuen Chefdirigenten Michael Hofstetter findet mit Auftritten in der ZDF Klassik-Show “Eine große Nachtmusik” und Gastspielen bei der renommierten Schubertiade in Schwarzenberg und bei den Salzburger Festspielen (Chor) europaweit Beachtung.
2007
75 Jahre Ludwigsburger Schlossfestspiele. Fortan soll es nicht nur Sommerfestspiele, sondern darüber hinaus jeweils ein verlängertes Festspiel-Wochenende im Herbst und im Frühjahr (ab 2008) geben.
2008
Mit dem ersten Festspiel-Frühling im April ist die Umstrukturierung des Festspieljahres in drei Spielzeiten abgeschlossen. Thomas Wördehoff wird zum Intendanten ab 2010 berufen.
2009
Seit dem 1. Oktober leiten Intendant Thomas Wördehoff und sein Stellvertreter Uwe Schmitz-Gielsdorf die Schlossfestspiele.