»Gib ihnen Ruhe«
Mozart: Requiem | Van Schoor: Koan
Wolfgang Amadeus Mozart:
Grabmusik KV 42; Ave verum corpus KV 618, Requiem d-Moll KV 626 (Fragmentfassung)
Richard van Schoor:
Koan (Uraufführung; Auftragswerk der Ludwigsburger Schlossfestspiele)
Ailish Tynan (Sopran), Stefanie Irányi (Alt), Andreas Post (Tenor), Josef Wagner (Bass) | Chor und Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele auf Originalklanginstrumenten | Michael Hofstetter (Leitung)
Es handelt sich um eine der berühmtesten Kompositionen der musikalischen Weltliteratur: Das »Requiem d-Moll« von Wolfgang Amadeus Mozart ist schlichtweg zu der Musik geworden, die uns an die Allmacht des Todes erinnert. Mozart starb, bevor er das Werk vollenden konnte, seine Komposition bricht im »Lacrimosa« ab. Die Legende geht, dass er das Werk in düsterer Todeserwartung für sich selbst schrieb. Michael Hofstetter, Chefdirigent des Orchesters der Schlossfestspiele, wird die Urfassung des »Requiems« spielen – also die Form, die Mozart unvollendet hinterlassen hat. In dieser verwitterten Version des »Requiems« wird Mozart vom überlebensgroßen Phänomen zum faszinierenden, menschlichen Künstler. Und genau an diesem Punkt setzt der südafrikanische Komponist und Pianist Richard van Schoor mit seinem Werk »Koan« an: Er beginnt, wenn die Stille nach Mozarts »Lacrimosa« verklungen ist. »Koan« sind buddhistische Sinnsprüche, die in van Schoors Werk die dramatische Spannung des »Requiems« in einen philosophischgelassenen, transzendenten Zustand verwandeln. Van Schoor begibt sich auf eine spirituelle Reise zum Künstler und Menschen Mozart und setzt das Echo in »Koan« in neue Töne um.
Weitere Aufführungen am
4. Juli in Ludwigsburg
16. Juli in Bietigheim-Bissingen
12. September in Wolfegg
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