Pressestimmen

Giuseppe Verdi »Il Trovatore«

Kulturspiegel | 10/2011

Sooft der Schicksals-Thriller schon aufgenommen wurde – die Version der Ludwigsburger Schlossfestspiele 2009 überzeugt.

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von Johannes Saltzwedel

[...] Vor allem aber sind die Hauptrollen für Stimmgenießer besetzt: Yvonne Naef, Herbert Lippert, Miljenko Turk und Simone Kermes zaubern authentisches Verdi-Gruseln hervor.


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Wo die Musik noch leuchtet

Schwäbische Zeitung | 13. September 2011

Festlicher Glanz bestimmte die beiden großen Konzerte, mit denen die Ludwigsburger
Schlossfestspiele in Wolfegg zu Gast waren.

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Am Samstag übernahm Rüdiger Lotter von der Barockvioline aus die Leitung, gemeinsames Schwingen, kerniger Generalbass, Stilsicherheit in der barocken Musiksprache zeichneten diesen Abend aus. [...]

Die reich differenzierte Klangpracht der geistlichen Kompositionen mit Solisten, einem kleineren und einem großen Chor, einer üppig bestückten Generalbassgruppe und exzellenten Bläsern gestaltete Hofstetter als durchkomponierte Abfolge – und als sich zu Heinrich Schütz’ »Te Deum« mit Pauken und Trompeten auch der Donner draußen einstellte, war dies eine besondere musikalische Dramaturgie!


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Ein bravouröses Schlusskonzert

Ludwigsburger Kreiszeitung | 30. Juli 2011

Zuhörer feiern die Musiker und den Dirigenten des Orchesters der Ludwigsburger Festspiele

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von Dietholf Zerweck

[...] das Orchester präsentierte sich in großer Homogenität und großartiger klanglicher Transparenz.

[...] Die Musiker hatten ihren Spaß [...] auch das Publikum reagierte auf dieses musiktheatralische Happening euphorisch. [...]

Die Musiker [...] folgten Hofstetters klaren Impulsen mit bravouröser Eloquenz [...]

Der schönste Moment inmitten Beethovens ekstatischem Freudenjubel: das Atem schöpfende Pianissimo vor dem hymnischen Ende, das Hofstetter und sein Orchester prachtvoll zelebrierten.


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Saison der gemischten Gefühle

Bietigheimer Zeitung | 30. Juli 2011

Das Schlusskonzert der Schlossfestspiele spiegelt die Kontroversen des Programms wider

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von Gabriele Szczegulski

[...] die Leistung der Künstler auf der Bühne war phänomenal [...]

[...] Die Schlossfestspiele sind nicht mehr länger Verkäufer von reproduzierbarer Ware, die überall zu sehen und zu hören ist. Sie gestalten Kultur aktiv mit und beschenken damit das Publikum. Das verlangt nach Offenheit von beiden Seiten, Bereitschaft, sich einzulassen. So muss Kunst sein.


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Penetranz eines Sonderlings

Bietigheimer Zeitung | 26. Juli 2011

Mehr braucht es nicht für einen Thomas-Bernhard-Abend als einen Schauspieler und einen Pianisten, zumal wenn es Burghart Klaußner und Dietmar Loeffler sind, die sich dem vor 80 Jahren geborenen Allesbeschimpfer widmen.

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von Patricia Fleischmann

[...] Er wandert am Grant des Nonsens und der Auflösung. Mit blasphemischen Respekt behandelt er große Dichter. Bierernst bleibt Klaußner trotz der triefenden Komik. er Spielt und singt Bernhard. Bietmar Loeffler ist dabei weit mehr als ein bloßer Begleiter für die im Kurt Weillschen Stil vorgetragenen Chansons.


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»Ich bin kein guter Mensch, ich bin kein guter Charakter«

Ludwigsburger Kreiszeitung 25. Juli 2011

Hermann Beil spricht mit Thomas Wördehoff

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von Arnim Bauer

[...] So erfuhr man an diesem Vormittag eine ganze Menge üüber den Menschen Thomas Bernhard, der doch ein wenig anders war, als seine Stücke vermuten ließen. Dabei war immer klar, dass Beil den Berserker der Worte als Mensch ganz anderes erlebt hate, dass er nicht der Menschenfeind war, ald der er aus seinen Stücken heraus interpretiert werden kann. [...]


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Jammern, wüten, rechten

Ludwigsburger Kreiszeitung | 25. Juli 2011

»Ein Fest für Bernhard« heißt die kleine literarische Reihe der Schlossfestspiele, die sich dem 1989 verstorbenen Autor widmet. Den Auftakt machte im Schlosstheater eine Rezitation seines Stückes »Der Weltverbesserer«.

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von Arnim Bauer

[...] Aber Manfred Karge versteht es, in einem Sessel sitzend, diesen Weltverbesserer plastisch zu machen. Er tut sicher mehr als aussschließlich zu rezitieren, über weite Strecken grenzt das zumindest an vollwertiges Schauspiel, wenn er den despotischen, sich ständig selbst widersprechenden alten Mann, der sich so überaus krank fühlt, seine Tiraden, seine kleingeistigen Wallungen ausleben lässt. [...]

[...] Karge lässt den Weltverbesserer sich ausleben in all seinen Skurrilitäten, lässt ihn wüten und jammern, lässt ihn referieren und die Frau beleidigen, die darauf in fragwürdiger Gelassenheit, mit unglaublicher Ergebenheit reagiert. [...]

[...] Insgesamt ein unterhaltsamer Abend, der sehr viel Einblick in das Werk Bernhards erlaubt. [...]


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Der perfekte Abend

Bietigheimer Zeitung | 25. Juli 2011

7000 Besucher zelebrieren das Klassik-Open-Air

Es ist ein Gesamtkunstwerk: das Klassik-Open-Air mit Feuerwerk der Ludwigsburger Schlossfestspiele vor Schloss Monrepos mit dem Orchester der Festspiele unter der Leitung von Michael Hofstetter.

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[...] Romantischer und perfekter geht ein Abend gar nicht.

[...] die Herzen der Zuschauer springen vor Begeisterung mit.


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Bei »La Valse« explodiert der Himmel

Ludwigsburger Kreiszeitung | 25. Juli 2011

Glänzendes Klassik-Open-Air der Festspiele mit »Romeo und Julia«, »West Side Story« und beeindruckendem Feuerwerk

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[...] dramatisch und poesievoll dargeboten von einem bestens aufgelegten Festspielorchester. [...]

Eine hoch expressive Musik voller Kontraste ist das, die von Hofstetter auch so dirigiert wird. [...]

Eine klasse Leistung von Hofstetter und seinem Orchester, dem er einen brodelnden, schäumenden, wie im Taumel kreisenden »La Valse« von Maurice Ravel folgen lässt.

[...] purer Ohrenschmaus.


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Girrender Gesang um orientalische Musik

Ludwigsburger Kreiszeitung | 25. Juli 2011

»Musik in Ekstase« mit Simone Kermes und Dhafer Youssef

Jubelschreie schon nach der ersten Arie [...] Die Sopranistin Simone Kermes, gerade erst mit dem Echo-Klassik-preis als »Sängerin des Jahres« ausgezeichnet, brillierte mit Stücken aus dem Fundus der neapolitanischen Barockoper.

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von Dietholf Zerweck

[...] »Musik in Ekstase«: ein Konzert, das dieses Versprechen in jeder Hinsicht einlöste.

[...] Wenn Kermes und Youssef sich dann auch noch gemeinsam in vokalen Spiralen umeinander ranken, ist das unvergleichlich schön.

[...] riss Simone Kermes an diesem Abend im Ordenssaal die Zushörer buchstäblich von den Sitzen.


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Sopranlady trifft auf Wüstenfuchs

Bietigheimer Zeitung | 25. Juli 2011

Zwei Kulturen gehen zusammen »in Ekstase«

Barockmusik und arabische Klänge waren das Thema des dritten TEils von »Musik in Ekstase« am Freitagabend im Ordenssaal des Residenzschlosses und bildeten einen Höhepunkt der Schlossfestspiele.

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von Bettina Nowakowski

[...] Denn wenn im Duett die Sopran-Lady auf den kosmopolitischen Wüstenfuchs trifft, wenn diese zwei Stimmen improvisierend sich in die höchsten Höhen schwingen, wenn nicht nur das gesangliche, sondern auch das emotionale Zusammenspiel dieser zwei Ausnahmekünstler zu einer ekstatischen Verschmelzung ohnegleichen wird, dann entsteht eine faszinierende, seelenvolle Kombination. [...]


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Und die Putten schwingen mit

Bietigheimer Zeitung | 22. Juli 2011

Mit »Musik in Ekstase« initiierte Dhafer Youssef ein fulminantes Musikprojekt

Sollten dieser Tage in und um Ludwigsburg vermehrt Menschen umherwandeln, die ganz beseelt lächeln, dann mag das am Schlossfestspielprojekt »Musik in Ekstase« liegen, das am Mittwoch mit türkischer und arabischer Musik startete.

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von Patricia Fleischmann

[...] Wie eins wirken Dhafer Youssefs Kopfstimme und Hüsnü Senlendirics Klarinette, wenn sie im exakt gleichen Ton miteinander verschmelzen. Was für ein Paar! Und was für ein Derwisch, dieser Youssef. [...]

Nach knapp drei Stunden sind Musiker und Publikum wie im Rausch miteinander verbunden. [...]


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Der Blues des Orients

Esslinger Zeitung | 22. Juli 2011

Eröffnung der Reihe »Musik in Ekstase« bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen

Wie nahe Meditation und Ekstase beieinander liegen können, erlebte das enthusiasmierte Publikum im ausverkauften Ordenssaal des Ludwigsburger Residenzschlosses. Es war das erste Konzert der kleinen Reihe »Musik in Ekstase« bei den Schlossfestspielen, in der der tunesische Sänger und Oud-Spieler Dhafer Youssef dreimal auf Musiker unterschiedlicher Stilrichtungen trifft.

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[...] Ein Konzert, dass sofort in einen Klangsog riss, aus dem man erst am Ende wieder erwachte. Musik, die süchtig macht – man kann es nicht anders sagen. [...]


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Barocke Gitarre in intimer Atmosphäre

Bietigheimer Zeitung | 19. Juli 2011

»La guitarra española« im Schlosstheater

Am Sonntagabend fand im ausverkauften Schlosstheater im Rahmen der Schlossfestspiele das Konzert »La guitarra española« von Hopkinson Smith mit spanischer Barockmusik statt.

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Das Ambiente passte perfekt. Die Kulisse des Schlosstheaters bot den passenden, intimen Rahmen für die barocken Klänge spanischer Gitarrenmusik aus dem 17. Jahrhundert, die der renommierte Lautenmeister und Professor an der berühmten Schola Cantorum Basiliensis in Basel, Hopkinson Smith, in absoluter Perfektion präsentierte. [...]


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Mit Cambreling zu noch mehr Schwung

Stuttgarter Nachrichten | 19. Juli 2011
Schlossfestspiele: Das European Brass Orchestra in Ludwigsburg

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[...] Unter dem beschwingten Dirigat von Sylvain Cambreling, dem künftigen Generalmusikdirektor der Stuttgarter Oper, präsentierte das Ensemble vor allem instrumentales Können, Spürsinn für effektvolle Arrangements und Mut zu neuer Literatur.


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Perfekt musizierte Klangfarben

Ludwigsburger Kreiszeitung | 19. Juli 2011

Sylvain Cambreling dirigiert das European Brass Orchestra im Forum am Schlosspark

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Beeindruckende Klangwirkungen bot das European Brass Orchestra bei seinem Konzert im Forum. Mit Giovanni Gabrielis »Canzon nonoi toni a 12« begann ein vielseitiges Programm, welches die Möglichkeiten eines solchen Blechbläser-Ensembles mit derartiger Größe in ganzer Fülle demonstrierte. [...]


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Die Geister der Ahnen

Esslinger Zeitung | 17. / 18. Juli 2011
Schachspiel und tanzende Hände: Sidi Larbi Cherkaoui gastiert mit seiner neuen Choreographie »Play« in Ludwigsburg

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von Angela Reinhardt

Tanzende Hände kennen wir in Stuttgart aus Marco Goeckes Balletten – so zärtlich aber haben wir sie dort noch nie gesehen. Sidi Larbi Cherkaoui macht noch das winzige, tastende, fast reglose Berühren zweier Hände zum poetischen Tanz.


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Lasst doch mal wieder auf dem Zinken spielen

Die Welt | 19. Juli 2011
Die Ludwigsburger Schlossfestspiele brechen eine Lanze für das Ritterliche

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von Stephan Hoffmann

[...] Die Österreicherin Christina Pluhar ist zusammen mit ihrem Ensemble »L’Arpeggiata« für einen Abend wie »Combattimento« vielleicht die Idealbesetzung: Einerseits ist sie mit großem Interesse an derartigen Experimenten, andererseits mit den besten Musikern für die Musik des Frühbarock ausgestattet. Die abgedroschene Formulierung »Musik zum Leben erwecken«: Bei »L’Arpeggiata« trifft sie wirklich den Sachverhalt.


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Spontaneität des Musizierens mit Niveau

Ludwigsburger Kreiszeitung | 18. Juli 2011

Oktette von Schubert und Dvorák mit Geigerin Isabelle Faust im Ordenssaal bei den Schlossfestspielen

Ein großer Kammermusikabend im Ordenssaal

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von Dietholf Zerweck

[...] Überhaupt ist dies ein hochkarätiges Solistenensemble, dem zuzuhören nicht nur bei der Walzerseligkeit der »Soudsedská«, der betörenden »Romanze« und beim finalen Kehraus des »Furiant« höchstes Vergnügen bereitet.

[...] animiert von der begeisterten Reaktion der Zuhörer im Ordenssaal, noch einmal das Scherzo da capo: Spontaneität des Musizierens auf schönstem Niveau.


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Training macht den Geist fit für das Gute

Stuttgarter Nachrichten | 16. Juli 2011
»Play« mit Sidi Larbi Cherkaoui und Shantala Shivalingappa in Ludwigsburg

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von Andrea Kachelriess

[...] Tief berührt reagierte das Publikum mit einem Moment der Stille, als die vier Musiker und die beiden singenden Tänzer verstummten, dann erhoben sich viele psontan im Respekt vor der Leistung der Künstler. [...]

Ein Stück, konzentriert wie ein Brühwürfel, aus dem sich manches Tanzsüppchen kochen lässt. [...]


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West-östliche Begegnung

Ludwigsburger Kreiszeitung | 16. Juli 2011
Sidi Larbi Cherkaoui und Shantala Shivalingappa bei den Festspielen

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von Dietholf Zerweck

Ein wunderbarer, vielgestaltiger Tanztheaterabend im Forum: mit »Play« ist Sidi Larbi Cherkaoui [...] zu den Ludwigsburger Festspielen zurückgekehrt.

[...] Zwei tänzerische Welten, zwei indiviudelle Kontinente voller Kontraste, die sich spielerisch im Tanz begegnen.


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Wiener Melange mit guter Laune

Bietigheimer Zeitung | 16. Juli 2011

Beschwingtes Konzert mit »Brein’s Café« ist einer der Höhepunkte bei den Schlossfestspielen

Einen Abend voller Gute-Laune-Musik, locker und leicht, boten »Brein’s Café« am Donnerstagabend in der Schlosskirche vor begeistertem Publikum – so beschwingtkönnen die Schlossfestspiele sein.

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von Bettina Nowakowski

[...] Scheinbar mühelos wird von einem ins andere Genre gewechselt, übernahmen Violine und Klavier ihren Solopart, um dann urplötzlich in rasendem Tempo ins Jazz-Genre zu wechseln oder zurück in ungarische Klänge. ein Feuerwerk an musikalischen Einfällen, denen allen die Leichtigkeit des Seins zu Grunde lag.

[...] Man hätte noch mehr hören mögen. Ein luftig-leichter Musikgensus, ohne Zweifel einer der Höhepunkte, die die Ludwigsburger Schlossfestspiele zu bieten hatten.


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Waltrauds Wonne und Weh

Stuttgarter Nachrichten | 14. Juli 2011

Schlossfestspiele: Operngala mit Waltraud Meier

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von Helmuth Fiedler

[...] In der festspieleigenen Produktion »Wonne klagend, alles sagend…« zusammen mit den Duisburger Philharmonikern unter der Leitung von GMD Jonathan Darlington war außerdem der brillant-komödiantische Udo Samel als Rezitator intelligent zusammengestellter Texte zu erleben [...]

Mit ihrer immer noch gut einschwingenden Stimme, plastischer Wortdeklamation, dabei souverän mit Wortklang und Gebärdensprache jonglierend, sorgte sie obendrein als Eboli (»O don fatale« aus Verdis »Don Carlos«) für ein gleichsam szenisches Ambiente. [...]


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Das kindliche Herz getroffen

Bietigheimer Zeitung | 9. Juli 2011

Musikalische Bildergeschichte mit Puppenspiel erweckt das Schosstheater zu neuem Leben

Mit dem Zusammenführen des Ensembles »L’Arpeggiata« mit dem sizilianischen Puppenspieler Mimmo Cuticchio ist der Intendanz ein wahrer Geniestreich gelungen, der das Schlosstheater in einen magischen Ort verwandelte.

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von Clarissa Soder

[...] Ein fließender Übergang also von hochdramatischem Stehgreiftheater zum gesungenen, musikalischen Drama. Die perfekte Verbindung zweier Künste als einfacher, aber eben deshalb genialer Einfall.

[...] Jeder von ihnen beherrscht die barocke Formensprache der reichen affetuosen Vortragsweise, die Emotionen zum Ausdruck bringt.


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Königliches Debüt des Virtuosen

Bietigheimer Zeitung | 5. Juli 2011

Radikal subjektiv: David Fray in Ludwigsburg bei den Schlossfestspielen

Mit hoher Imaginationskraft, einem Hang zu Exzessiven, vor allem aber mit atemberaubend virtuoser Fingerfertigkeit, eroberte der Franzose David Fray die Herzen des Festspielpublikums.

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von Clarissa Soder

[...] David Frays Spiel ist flexibel und beseelt von emotionaler Tiefe. Mit Bach nimmt er den Zuhörer mit auf einen psychologischen Seelenspaziergang. Mozart deklamiert er in romantischer Lesart. Und mit Beethoven durchlebt er den ganzen Furor menschlicher Gefühlswet.

[...] Damit und mit kleinen, aber feinen Miniaturen von Schubert und Schumann als Dreingabe beschloss David Fray einen Klavierabend, der mit mancher Konvention brach, aber in höchstem Maße mitreißend war.


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Die Suche nach dem reinen Klang

Ludwigsburger Kreiszeitung | 5. Juli 2011

Ovationen für den französischen Pianisten David Fray beim Klavierabend im Forum

David Fray, der 30-jährige französische Shootingstar der Klassikszene, spielte bei den Ludwigsburger Schlossfestspiele im Forum. Ein faszinierendes Konzert mit allen Eigenwilligkeiten, die heute wohl zur Imagepflege eines Künstlers gehören.

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von Dietholf Zerweck

[...] Mal schmeichelt er dem Ohr mit vielen Piano-Nuancen, mal trumpft er mit leidenschaftlicheme Forte auf, doch sprengt er nie die dynamischen Grenzen. Das zeigt auch seine Wiedergabe von Beethovens Sonate op. 53, der »Waldstein«-Sonate. Hier beeindruckt der junge französische Pianist nicht allein durch seinen sensiblen Klangsinn, auch sein Verständnis für Struktur und Proportionen dieses grandiosen Werks ist bewundernswert.


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Eine äußerst vitale und eruptive Totenmesse

Bietigheimer Zeitung | 4. Juli 2011

Michael Hofstetter gestaltete Verdis »Requiems« in machtvoller Dramatik

Einer der Höhepunkte der diesjährigen Schlossfestspiele dürfte die äußerst vitale Aufführung der »Missa da Requiem« von Giuseppe Verdi am Samstag im Theatersaal des Forums gewesen sein.

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von Rudolf Wesner

[...] Bei diesem eruptiven musikalischen Ausbruck, der vom Orchester und dem in allen Stimmen dicht besetzten Chor der Ludwigsburger Schlossfestspiele ein Höchstmaß an vehementer, spannungsreicher Gestaltungskraft abverlangte, erschien selbst der weiträumige Theatersaal des Forums zu eng. Michael Hofstetter liebt die opulente, voluminöse Fülle und lebte diese Vorliebe in seiner Interpretation des Requiems von Verdi in vollem Maße aus. So entstand eine Aufführung voller theatralischer Dramatik.

Gleichwohl war es eine mitreißende, künstlerisch hoch zu achtende Aufführung, die nicht zuletzt von dem mit glanzvollen Stimmen ausgestatteten Solistenquartett ihre Qualität erhielt.


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Gang durch skurille Erlebniswelt

Freitag, 1. Juli 2011 | Ludwigsburger Kreiszeitung

Körperlichkeit in Zwiesprache mit Videokunst macht »Pénombre« zu besonderer Performance

»Tanz ist zuerst mal Körper«, sagt die Choreographin und Performerin Rosalba Torres Guerrero, und im positivsten Sinne zeigt sie das auch bei der Vorstellung ihrer Arbeit »Pénombre« im Schlosstheater.

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von Arnim Bauer

[...] Aber nicht alleine die Körper, die Bewegung im Kontetxt mit sparsamen, aber sehr wirkungsvollen Accessoires macht die Besonderheit dieser Choreographie aus. Und eine Besonderheit präsentieren die Schlossfestspiele auch hier wieder, eine andere Dimension des Tanz- oder Körper- oder Bewegungstheaters.

[...] Und wenn die Bewegungen am Ende heftiger werden, wenn das Fell umgelegt wird und wieder abgeworfen, wenn die Tänzerin schwer atmend auf der Bühne steht, dann hat man mit dieser Figur eine regelrechte Wanderung und Wandlung durchlebt, die noch lange nachhallt.


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Klangfülle in zeitloser Ästhetik

Dienstag, 28. Juni 2011 | Bietigheimer Zeitung
In der vollbesetzten Schlosskirche Ludwigsburg erlebte das Publikum im Rahmen der Schlossfestspiele am Sonntagabend eine hervorragende Aufführung des »Magnificats« in barocker Klangfülle.

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von Bettina Nowakowski

[...] Begeisterter, lang anhaltender Applaus bewies am Schluss der Veranstaltung, dass es Michael Hofstetter und dem Ludwigsburger Chor und Orchester der Schlossfestspiele eindrucksvoll gelungen ist, jahrhundertealte Kirchenmusik auf hohem Niveau in seiner Originalform in das 21. Jahrhundert zu transportieren.


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Prächtige Klangwirkung mit instrumentalem Hochglanz

Dienstag, 28. Juni 2011 | Ludwigsburger Kreiszeitung

Magnificat-Vertonungen von Gabrieli, Praetorius und Schütz in der Ludwigsburger Schlosskirche – Vergleich der verschiedenen Stile

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von Dietholf Zerweck

[...] Zwei Vokalquartette, ein achtstimmiger Favoritchor, dazu der sechzehnstimmige Chor der Ludwigsburger Schlossfestspiele und ein vor allem in der Continuogruppe üppig bestücktes Instrumentalensemble: das ermöglichte vielfältige Klangkombinationen und überwältigende Höreindrücke. [...]


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Ehrerbietung für Old Shatterhand

Freitag, 24. Juni 2011 | Bietigheimer Zeitung

Ludwigsburger Schlossfestspiele: Thomas Thieme spielt Karl May nicht nur, er lebt ihn

Es hatte etwas von Magie: Thomas Thieme füllte das Schlosstheater ganz mit seiner fast hypnotisierend wirkenden Schauspielkunst in der Rolle des Winnetou-Schriftstellers Karl May aus.

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[...] Und dieses Stück lebt und fasziniert durch die hohe Kunst des Schauspielers Thomas Thieme, der die von Thomas Schadt einfühlsam und poetisch umgesetzten Fakten aus der Biografie des Sachsen in Szene setzt.

[...] Thomas Thieme und Thomas Schadt haben in »Ich erfand Karl May« dessen Leben in ein Kunstwerk überführt und sind damit vielleicht die ersten, die dem Schriftsteller wirklich Ehre erweisen.


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Karl May in allen Facetten

Freitag, 24. Juni 2011 | Ludwigsburger Kreiszeitung

Ein Genuss: Thomas Schadt zeigt das schillernde Leben des Schriftstellers

Mit einiger Spannung wurde die Eigenproduktion der Schlossfestspiele »Ich erfand Karl May« von Filmakademie-Direktor Thomas Schadt erwartet. Und nicht nur der großartige Hauptdarsteller Thomas Thieme hat alle Erwartungen erfüllt, auch Schadts Stück über den Erfolgsschriftsteller war formal und inhaltlich ein Genuss.

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von Arnim Bauer

[...[ Einer der besten Schauspieler unserer Zeit, der alle Nuancen seiner Kunst beherrscht, steht da auf der Bühne. Alleine ihm zuzuschauen ist ein seltener Genuss.
Den anderen Teil zum Gelingen steuert Schadt selbst bei. Nicht nur, dass er die Geschichte des Menschen und des Dichters May verständlich macht, ohne den Versuch mehr zu erklären. Nein, Schadt ist es auch gelungen, dieses Leben zwischen Gefängnis und den Büchern in knapper Zeit auf der Bühne plastisch zu machen.


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Fetzige Klänge im Ordenssaal

Freitag, 17. Juni 2011 | Bietigheimer Zeitung
Diknu-Schneeberger-Trio begeistert bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen

Großer Applaus am Mittwochabend bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Das Diknu-Schneeberger-Trio begeisterte mit schwungvollem Sinti-Jazz im barocken Ordenssaal das Publikum.

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von Rudolf Wesner

[...] Diknu Schneeberger ist ein Feuerwerker auf der Gitarre. Gerade mal 21 Jahre alt, zählt er bereits zu den in der Musikwelt hoch favorisierten und gefeierten Könnern auf den sechs Saiten seines Instruments, die das Genre Sinti-Jazz nicht nur intensiv pflegen, sondern auch neue Akzente darin setzen. [...]

Die Stimmung im Ordenssaal brodelte stetig mächtiger und drückte sich am Ende des Konzerts mit nicht enden wollendem Applaus aus.


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Stipendiaten mit Fingerspitzengefühl

Montag, 14. Juni 2011 | Ludwigsburger Kreiszeitung
Preisträgerkonzert bei den Schlossfestspielen – Tosender Applaus für die jungen Musiker – Im Juli weiterer Termin

Im Ordenssaal des Residenzschlosses, wo einst die Festlichkeiten des herzoglichen Jagdordens stattgefunden haben, ließen sich sechs junge Musiker feiern. Beim Preisträgerkonzert der Schlossfestspiele zeigten sie ihr Können.

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[...] Mit beeindruckenden Fingerfertigkeiten, die sowohl die tiefen als auch die hohen Lagen mit einschlossen, bewiesen die jungen Musiker die einwandfreie Kenntnis ihres Instruments. Erst als der letzte Ton verklungen war, wurde die ehrfurchtsvolle Stille im Ordenssaal von einem tosenden Applaus durchbrochen. [...]


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Schmeicheleien für die Ohren

Samstag, 11. Juni 2011 | Bietigheimer Zeitung
Die Geschwister Labèque und das Festspielorchester mit einem hochklassigen Konzert

»La vision sur Mozart« lautete der Titel eines Programms, das musikalische Schmeicheleien für die Ohren enthielt. Die Ludwigsburger Schlossfestspiele wurden damit glanzvoll fortgesetzt.«

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von Rudolf Wesner
Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und seiner Zeitgenossen Luigi Cherubini sowie Abbé Joseph Georg Vogler standen auf dem mit musikalischen Delikatessen reich gefüllten Programm, das vom Orchester der Schlossfestspiele Ludwigsburg unter der Leitung von Michael Hofstetter und dem Geschwisterpaar Katia und Marielle Labèque aus Frankreich in schillernder Pracht ausgeführt wurde. Wer es hörte, erlebte einen Klangrausch.

[...] Mit der Aufführung dieses Werks entfachten Michael Hofstetter und sein Orchester musikalisches Feuer. Michael Hofstetter führte das Orchester zu voluminöser Klangfülle und ließ alle Kontraste strahlend aufleuchten.


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Empfindsam und elektrisierend

Samstag, 11. Juni 2011| Ludwigsburger Kreiszeitung
Das Festspielorchester vor dem Eisernen Vorhang: Für ein Mozart-Konzert mit der »Jupiter«-Sinfonie als krönendem Abschluss war das gewiss ein riskantes Experiment. Doch Michael Hofstetter mit seinem aus vielen Instrumentalsolisten zu einem erstaunlich homogenen Klangkörper zusammen gewachsenen Ensemble ist es bravourös gelungen.

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[...] So aber war die Aufführung des brillanten, vom 23-jährigen Wolfgang Amadé für sich und seine Schwester Nannerl komponierten Konzerts für zwei Klaviere und Orchester eine äußert reizvolle Schule des Hörens.

[...] Hofstetter und sein Orchester boten eine elektrisierende Wiedergabe der »Jupiter«-Sinfonie und wurden dafür vov Publikum im guten besuchten Forum stürmisch gefeiert.


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Zauberklang der Todesahnung

Freitag, 10. Juni 2011 | Bietigheimer Zeitung
Matthias Goerne singt Schubert-Lieder

Auf deutsche Liedkunst, insbesondere auf die Franz Schuberts, versteht sich der Bariton Matthias Goerne bestens. Bei den Schlossfestspielen präsentierte er seine fünfte und jüngste Schubert-CD.

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von Clarissa Soder

Als ein Meister des subtilen Pianos offenbarte sich der Schubert-Spezialist Matthias Goerne zusammen mit Alexander Schmalcz am Klavier im Forum am Schlosspark. Tief durchdrungen nicht nur von der musikalischen Ausdrucksmacht des romantischen Komponisten, sondern auch von dem ewig suchenden, ewig zweifelnden, ewig sehnenden Geist dieses Zeitalters, umhüllte er sein Publikum für einen Abend mit dem Zauberklang der bangenden Todesahnung.

[...] Die begeisterte Zuhörerschaft entließ das kongeniale Duo erst nach zwei Zugaben: Goethes »Über allen Wipfeln ist Ruh« und Ludwig Uhlands »Frühlingsglaube«. Man hätte den beiden ewig lauschen mögen.

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Lieder getränkt von Melancholie

Freitag, 10. Juni 2011 | Ludwigsburger Kreiszeitung
»Nacht und Träume« mit Matthias Goerne und Alexander Schmalcz im Forum

Manchmal sind in einem Konzert die Zugaben das Beste. Der Künstler bietet Preziosen aus seinem Repertoire, musikalische Attraktionen, die das Publikum zu jubelnden Ovationen hinreißen. Bei Matthias Goernes Liederabend im Forum war das auch so, und doch wieder ganz anders. Denn seine beiden letzten Schubert-Lieder waren, in diesem wunderbaren Konzert unter dem Titel »Nacht und Träume«, die Summe all dessen, womit der Bariton zuvor seine Zuhörer entzückt hatte.

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Eine Sternstunde des Liedgesangs, durchdrungen von Melancholie: diesen Wesenszug der Musik von Franz Schubert, nirgends so präsent wie in seinen Hunderten von Kunstliedern, brachte Matthias Goerne mit ungeheurer Intensität und Klangtiefe zum Ausdruck. [...]


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Anarchie aus den Alpen

Samstag, 4. Juni 2011 | Stuttgarter Zeitung
Konzert. Das Ensemble Franui seziert in Ludwigsburg Lieder von Gustav Mahler.

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Manchmal darf es in der klassischen Musik anarchisch zugehen. Etwa beim heftig bejubelten Konzert des Tiroler Ensembles Franui. Im Auftrag der Schlossfestspiele haben die zehn Musiker Lieder Gustav Mahlers für sich adaptiert. Gut neunzig Minuten dauert diese grandiose Performance, die mühelos zwischen Jazz, Folklore und Klassik balanciert und auf höchstem Niveau vorgetragen wird. [...]


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Faszinierende musikalische Dialoge

Freitag, 3. Juni 2011 | Ludwigsburger Kreiszeitung
Paolo Fresu und Nguyên Lê wünschen sich ein angeregtes Gespräch wie in einem Wohnzimmer

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von Dietholf Zerweck

[...] Doch bald verdichtet sich dieses faszinierende musikalische Gespräch, bekommt Tiefe und Weite, streift unglaublich viele Ausdrucksformen zwischen Tradition und Moderne, Jazz und Rock, Fusion und Metamorphose des Materials. [...]

[...] und der Jazz-Klassiker “I fall in Love too easily” “verabschiedet die begeisterten Zuhörer aus einer filigranen, schwebenden Klanglandschaft in die Nacht.


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Die Melancholie aus Italien

Freitag, 3. Juni 2011 | Stuttgarter Nachrichten
»Song Conversation« der Ludwigsburger Schlossfestspiele mit Nguyên Lê und Paolo Fresu

Sphärische Klänge von irgendwoher, großzügige melodische Gesten – ganz entrückt sitzen der Trompeter Paolo Fresu und der Gitarrist Nguyên Lê auf der Bühne im Ordenssaal des Ludwigsburger Schlosses und inspirieren sich gegenseitig mit musikalischen Gedanken.

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[...] Und in der Tag bieten die beiden Musik aus einem Guss, in der die solistischen Qualitäten nicht zu kurz kommen. [...] Das war ein intensiver und kurzweiliger Abend.


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Als ob die Engel gleich fliegen

Montag, 30. Mai 2011 | Schwarzwälder-Bote
Haigerloch. Das Highlight stand gleich am Anfang. Zum Auftakt der wieder stattfindenden Schlosskonzerte füllte das Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele unter der Leitung von Rüdiger Lotter die Schlosskirche mit barocker Festlichtkeit.

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von Willy Beyer

[...] Dieses »Fest der Sinne« – vermutlich der Höhepunkt der diesjährigen Konzertreihe – hatte das Potenzial zur innerlichen Rückversetzung ins 17. und frühe 18. Jahrhundert. Als würden während einiger magischer Momente des Konzerts Zeit und Raum außer Kraft gesetzt und die steinernen Englein der Kirche gleich losfliegen wollen.


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Stimme für Stimme ein Wunderwerk

Dienstag, 31. Mai 2011 | Ludwigsburger Kreiszeitung
Experiment mit Tallis’ »Spem in alium«

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von Dietholf Zerweck

[...] Die makellose Schönheit dieses hoch differenzierten Klangs ist ein Erlebnis. Manche Zuhörer lauschen mit geschlossenen Augen, andere wirken meditativ oder euphorisiert. [...]

[...] Eine physische und audiophone Meisterleistung der zwei Künstler und drei Techniker [...]

[...] Das Motto, mit dem der Intendant Thomas Wördehoff 2010 bei den Schlossfestspielen angetreten ist, wurde hier in die Tat umgesetzt: Er wünschte sich den »Ausnahmezustand«.


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Ein brillantes Fest der Interpreten

Dienstag, 31. Mai 2011 | Ludwigsburger Kreiszeitung

J.S. Bachs »Brandenburgische Konzerte« bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen

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von Dietholf Zerweck

[...] War dieses Stück, mit der großartigen Olga Watts am Cembalo auf dem Podium des Ordenssaals, der Höhepunkt einer umjubelten Aufführung aller sechs »Brandenburgischen Konzerte« durch Rüdiger Lotter und das Festspielensembe? Das zu behaupten wäre falsch. Denn jedes der Konzerte an diesem denkwürdigen, fast dreistündigen Abend im Ludwigsburger Schloss war festspielwürdig und mit exzellenten Barocksolisten besetzt.

[...] Sprühende Lebendigkeit und instrumentale Virtuosität waren auch die begeisternden Elemente der folgenden Konzerte. [...]


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Betörende Wurzelbehandlung

Montag, 30. Mai 2011 | Stuttgarter Zeitung
An zwei Abenden ist bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen den »American Roots« nachgespürt worden.

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von Ulrich Kriest

[...] Zwei Abende lang standen akustische Erkundungen von »American Roots« auf dem Programm, dabei die Grenzen zwischen E- und U-Musik nicht aufhebend, sondern transzendierend.

[...] Die Musiker beschritten an beiden Abenden einen äußerst anregenden Weg zwischen Disziplin und Freiheit. Ihr virtuoser, aber auch nicht zu respektvoller Ernst im Umgang mit dem teilweise nicht sonderlich komplexen Material verlieh den Songs eine berührende Würde, weil in der Musik die soziale Realität, aber auch die Träume, Wünsche und Fantasien ihrer Entstehungszeit geborgen sind. [...]

[...] Wunderschöne Songs, virutoses, auch ein Misslingen zulassendes Musikantentum – süffiger ist Geschichtsunterricht wohl nicht zu haben.


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Jung und Alt haben ihren Spaß mit Mnozil Brass

Samstag, 28. Mai 2011 | Ludwigsburger Kreiszeitung
Blasorchester wird im Forum für »Blofeld« bejubelt

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von Arnim Bauer
[...] Blasmusik vom Feinsten und allerlei humoreske Beigaben begeisterten die Zuschauer im voll besetzten Forum. [...]
[...] Welch ein hübscher Abend! [...]
[...] Unser Tipp: Hingehen! [...]


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Kunstvolle Musikkomik

Samstag, 28. Mai 2011 | Esslinger Zeitung
Mnozil Brass bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen

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von Dietholf Zerweck
[...] Die Blechbläser, fantastische Virtuosen auf ihren Instrumenten und zugleich hinreißende Komödianten, machen Musikkabarett auf spannende, höchst vergnügliche Weise. [...]

[...] Höchst gelungen! [...]


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Kunstvolle Musikkomik

Samstag, 28. Mai 2011 | Esslinger Zeitung
Mnozil Brass bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen

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von Dietholf Zerweck
[...] Die Blechbläser, fantastische Virtuosen auf ihren Instrumenten und zugleich hinreißende Komödianten, machen Musikkabarett auf spannende, höchst vergnügliche Weise. [...]

[...] Höchst gelungen! [...]


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Geheimnisvolles Wunderwerk

Dienstag, 24. Mai 2011 | Stuttgarter Zeitung
Konrad Junghänel und Cantus Cölln bringen Mazzocchi in Ludwigsburg auf die Bühne.

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[...] kam man in den Genuss einer musikalischen Sternstunde. [...] So fein klingen stilistisch changierende Wunderwerke eben nur, wenn Musiker so wohlüberlegt und emphatisch gestimmt nach deren Geheimnissen forschen.


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Marienvesper mit farbigsten Klangwirkungen

Dienstag, 24. Mai 2011 | Ludwigsburger Kreiszeitung
Cantus Cölln mit Sakralkompositionen von Virgilio Mazzocchi im Ordenssaal

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von Dietholf Zerweck
[...] jedes Werk ein musikalisches Juwel zwischen monumentaler Klangentfaltung und feingliedriger Polyphonie, meditativen Ruhemomenten und tänzerischer Ekstase. [...]


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Nur wer die Sehnsucht kennt

Montag, 23. Mai 2011 | Stuttgarter Nachrichten
Schlossfestspiele: Eröffnung mit Klassik und Jazz, Tanz und Rausch

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von Susanne Benda
[...] Beim Eröffnungskonzert der diesjährigen Schlossfestspiele am Freitag legte der begeisterte Beifall für ein Programm zwischen Klassik,Jazz und Volksmusik
die Vermutung nahe, dass das neue Festivalformat zunehmend ankommt. [...]

[...] Bei Correa spielte er [Christian Muthspiel] virutos Posaune, ansonsten dirigierte er vor dem exzellent besetzten Festspielorchester Strawinskys »Feuervogel« klar, fein, detailreich – und deshalb auch ungemein spannend. [...]

[...] wo die Schlossfestspiele bis Ende Juli noch hin wollen: bei Tanz, Rausch und Ekstase. Man wird wiederkommen müssen.


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Eröffnungskonzert mit neuer Tonart

Montag, 23. Mai 2011 | Bietigheimer Zeitung
Großes Crescendo zum Saisonstart der Schlossfestspiele 2011 – Mix aus Klassik, Ethno und Jazz

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von Clarissa Soder

[...] Mit seiner kontrastreichen Gestaltung spannt Muthspiel einen großen Bogen bis zu den finalen Fanfaren und verleiht dem Werk eine Frische wie am ersten Tag, die schon zur Pause einen Sturm der Begeisterung auslöst. [...]

[...] Spielerisch und einfallsreich nahmen die vier sympathischen Musiker, in deren Zentrum der brasilianische Jazzgitarrist Alegre Correa mit der sanften Reibeisenstimme steht, die Melodien und Tanzrhythmen des französischen Vorbilds auf und improvisierten auf Klarinette, Geige und E-Gitarren. Ihr unwiderstehlicher Musiziergestus sorgte tur äquatoriale Schwüle im ausverkauften Forumtheater und brachte zusammen mit Christian Muthspiel, der inzwischen zu seiner Posaune gegriffen hatte, den Saal zum Beben. [...]


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Sehnsucht nach Südlichem

Montag, 23. Mai 2011 | Stuttgarter Zeitung
Mit einem lockeren Mix haben die Schlossfestspiele in Ludwigsburg ihre Saison eröffnet

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von Jürgen Hartmann
[...] Dem Starkoch präludiert hatten Christian Muthspiel und das Orchester mit dem »Chanson de Nuit« des Briten Edward Elgar als makellos schöner Vorspeise in ordentlicher Zubereitung.

[...] Als Espresso gab’s zu später Stunde Maurice Ravels mit großer orchestraler Perfektion dargebotenen »Boléro«. [...]


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Reise durch den musikalischen Schmelztiegel

Montag, 23. Mai 2011 | Ludwigsburger Kreiszeitung
Schlossfestspiele: L’Arpeggiata begeistert mit lateinamerikanischen Liedern – Inspiriert von der frühen italienischen Barockmusik und vom Jazz

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von Frank Klein
[...] Bei seinem Auftritt im Ordenssaal der Barockresidenz vermittelte das Projekt L’Arpeggiata den Besuchern Einblicke in die musikalischen Wurzeln Lateinamerikas – und bewies eindrucksvoll, dass der Kontinent weit mehr als tanzbare Klänge wie Rumba, Salsa und Merengue zu bieten hat. [...]

[...] Nicht zuletzt Lucilla Galeazzi sorgte dafür, dass der L’Arpeggiata-Ausflug in lateinamerikanische Gefilde beim Ludwigsburger Publikum ausgesprochen gut ankam – zum Schluss hielt es die Besucher nicht mehr auf seinen Sitzen, es gab lange anhaltenden Applaus.


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Der Funke der Begeisterung springt über

Montag, 23. Mai 2011 | Ludwigsburger Kreiszeitung
Eröffnung der Schlossfestspiele: Christian Muthspiel mit dem Alegre Correa Quartett auf einer »Reise in die Sehnsucht«

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von Dietholf Zerweck
[...] Grandios und faszinierend dann der Auftritt des brasilianischen Jazzgitarristen und Sängers Alegre Correa mit seinem Quartett zusammen mit dem Festspielorchester in Darius Milhauds »Saudades do Brazil«: im Wechsel von sinfonischer Kunstmusik und dazu passenden Improvisationen erlebte man diese Sehnsuchtsbilder aus spannender Perspektive.« [...]


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Schönberg und Brahms in Perfektion

Montag, 18. April 2011 | Ludwigsburger Kreiszeitung

Konzert der Solisten des Ludwigsburger Festspielorchesters zum zehnten Prisma-Geburtstag

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von Rudolf Wesner

Mit einem Ausschnitt aus der Bühnenmusik zu Shakespeares “Sommernachtstraum” von Felix Mendelssohn-Bartholdy leiteten die Holz- und Blechbläser aud Ludwigsburg der Programm ein. Das war bereits ein ungemein herzerfrischender und delikater Auftakt. [...]

Das Kammerorchester der Schlossfestspiele Ludwigsburg bewältigte dieses anspruchsvolle, herausfordernde Werk (Anmerkung: Kammersinfonie Nr. 1, Opus 9) voller abstrakt wirkender Klanggebilde und immer wieder herausbrechender Klangkaskaden in unvergleichlicher instrumentaler Perfektion und Souveränität, gestaltete die Aufführung transparent und spannungsreich. [...]

[...] Das Ensemble der Schlossfestspiele Ludwigsburg kostete diese reiche Fülle an kompositorischen Köstlichkeiten und seelenvollen Stimmungen mit hell strahlender Musizierfreude aus und bot damit den Zuhörern im Prisma einen Musikgenuss von erlesener Güte.


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Schlossfestspiele laden gerne Gäste zu sich ein

Donnerstag, 3. März 2011 | Ludwigsburger Wochenblatt
Ludwigsburg: Sie sind das bekannteste und traditionsreichste Festival der Stadt. Vom 20. Mai bis zum 28. Juli finden zum 79. mal die Ludwigsburger Schlossfestspiele statt. Das mit großer Spannung erwartete Programm wurde am Freitag vorgestellt.

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von Michael Langjahr
[...] Im Grunde ist das jetzt veröffentlichte Programm nicht weniger als eine Einladung zu einem mehrwöchigen Ball, der am 20. Mai mit dem Eröffnungskonzert beginnt, und der am 28. Juli mit Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 5 zu Ende geht. Im Grunde ist das jetzt veröffentlichte Programm nicht weniger als eine Einladung zu einem mehrwöchigen Ball, der am 20. Mai mit dem Eröffnungskonzert beginnt, und der am 28. Juli mit Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 5 zu Ende geht. [...]


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Eröffnungskonzert als Visitenkarte

Samstag, 26. Februar 2011 | Ludwigsburger Kreiszeitung

Das Konzept des Festspielduos Wördehoff/Schmitz-GielsdOlfprägt auch die zweite Saison

Ein Sternekoch spricht, das Festspielorchester musiziert südamerikanisch inspirierte Musik im Wechselspiel mit einer brasilianischen Band, dazu Strawinsky und Ravel:
Mit diesem Eröffnungskonzert starten die Festspiele in die Saison 2011.

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Von Dietholf Zerweck
[...] Wie im letzten Jahr ist das Eröffnungskonzert im Forum (20. Mai) eine besondere Visitenkarte der Festspielmacher für ihr reichhaltiges Angebot.
[...] So setzen die beiden Festspielmaeher schon am Eröffnungswochenende im Mai einen wichtigen Akzent für ihre Idee, Vertrautes in überraschenden
Interpretationen neu zur Diskussion zu stellen.


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Eine begnadete Erzählerin spielt ihre Geschichten

Mittwoch, 15. Juli 2010 | Kornwestheimer Zeitung

Mit einem ungewöhnlichen Programm begeistert Olivia Trummer bei den Schlossfestspielen. [...]
Statt Komponisten der Klassik oder Romantik hatte sie sich Werke des Barocks, Impressionismus” und der Avantgarde ausgewählt, dazu Jazzstücke aus eigener und fremder Feder. Zudem hatte sie mit Etüden von György Ligeti und dem Dis-Moll-Präludium und Fuge von Johann Sebastian Bach Werke im Programm, die neben technischer Perfektion ein hohes Maß an intellektueller Durchdringung erfordern.

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Von Sabine Baumert

Beim Spiel der hoch begabten Künstlerin wurde jedoch schnell klar, dass für sie Kategorien keine Rolle spielen. Sie hat sich die unterschiedlichen Stücke ganz zu eigen gemacht, man könnte sagen, sie ist zur Seele dieser Musik vorgedrungen. Bei diesem tiefen Verständnis gibt es keine Gegensätze zwischen Emotion und Intellekt, zwischen Kompositionsstilen und Epochen. Vielmehr entsteht der Eindruck großer Einheitlichkeit, die einen Spannungsbogen über das Programm schlägt. Olivia Trummer verfügt zudem über eine hohe Konzentration und Intensität, die sich dem Publikum unmittelbar mitteilt und dafür sorgte, dass es im drückend heißen Ordenssaal mit angehaltenem Atem und größter Aufmerksamkeit dem Zweistunden-Programm lauschte. Außerdem ist sie, was man ihren eigenen Stücken anmerkt, eine begnadete Geschichtenerzählerin. Das gesamte Konzert war somit auch so etwas wie eine lange Erzählung mit vielen unterschiedlichen Charakteren. [...]
Die Künstlerin wechselt herzerfrischend unbekümmert zwischen dem Jazz, mit dem sie sich international schon einen Namen gemacht hat, und der Klassik. Bach und Mozart waren ihr Ausgangspunkt für vergnügliche Crossover-Stücke. Für ihre anrührenden Eigenkompositionen “Die Liebe” und “Ohne Winter” begleitete sie ihren ausdrucksstarken Gesang selbst am Flügel. Duke Ellingtons “I let a song go out of my heart” fasste das Konzert noch einmal thematisch zusammen.

Das Publikum im restlos ausverkauften Saal erklatschte sich zwei Zugaben: einen Chopin-Walzer und Olivia Trummers “Nobody knows”.


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Im Wohllaut der Kastraten-Kantilenen

Freitag, 12. Juli 2010 | Ludwigsburger Kreiszeitung

Michael Maniaci mit “Fiamme del Core” im Ordenssaal

Auf der Bühne fächeln die Musiker mit ihren Noten, im Publikum wedeln die Fächer [...] und man bewundert Michael Hofstetter und sein Festspielorchester, vor allem aber den Sänger Michael Maniaci, allein schon wegen ihres Durchhaltevermögens bei solchen Temperaturen.

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Von Dietholf Zerweck

“Dolci freschi aurette” beschwört Michael Maniaci mit seiner wirklich wunderbar frischen und natürlich leichten Sopranstimme. [...]
Der italo-amerikanische Sopranist, dessen Stimmlage noch etwas über der heutiger Countertenöre liegt, kann die Belcanto-Süße einer solchen Arie betörend zum Ausdruck bringen; wenn er sein Volumen ins Forte steigert, bekommt sein Sopran den durchdringenden Charakter einer Oboe d’amore. Melancholische Stimmungen vermag Maniaci in kantenlosen Wohllaut zu verwandeln. [...]
Wenn Maniaci dann doch mehr Temperament und Kontrast in seine wohligen Kantilenen legt, wie “Scherza infida” aus Händels Oper “Ariodante”, dann setzt es Jubelrufe im Publikum. [...]
Mann konnte mitfühlen, wenn Maniaci nach der “schwarzen, verhängnisvollen Nacht” die Sonne am Morgenhimmel mit Strahlen begrüßte.


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Die Freiheit des Interpreten

Samstag, 10. Juli 2010 | Esslinger Zeitung

Die Ludwigsburger Schlossfestspiele 2010 präsentiert der neue Intendant Thomas Wördehoff als ein groß angelegtes Festivalprojekt, das immer wieder Erstaunliches verspricht – und hält. Der Plan etwa, den amerikanischen Jazzgitarristen Marc Ribot auf die Musik von John Cage loszulassen, ist reizvoll und birgt Zündstoff. Das provoziert Anhänger der reinen Werktreue und sorgt für Debatten.

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Von Thomas Staiber

[...] Im Ludwigsburger Louis-Bührer-Saal sitzen Marc Ribot und seine Musikerfreunde nicht im Kreis, und sie lassen ihre Musik auch nicht plaudern, sondern krachen, zärtlich flüstern, vehement ­schreien. Ribot ist ein New Yorker Avantgarde-Improvisator, einer, der die Rasanz, das Flackern der Großstadtlichter, die Gewalt, die Einsamkeit in der City ausdrücken will. „Cage war selbst ein Funk-Typ“, sagt er lachend und weiß, dass der vor 18 Jahren Verstorbene sich gegen so ein Etikett nicht mehr wehren kann. Der harte schnelle Funk ist für Ribot der authentische Rhythmus der Metropole. Dementsprechend besetzt ist die Band: zwei E-Gitarren, Keyboards, Bass, Schlagzeug und ein DJ. Das musikalische Material von „The Sonata For Two Voices“, einer chromatischen Komposition für „zwei oder mehr Instrumente“, die Cage 1933 im idyllischen Santa Monica geschrieben hatte, behandeln Ribot und seine Freunde nicht mit ehrfurchtsvoller Werktreue, sie schicken es wie einen Flieger durch den Klangraum, entführen es und leiten es um. Vielleicht hätte diese Raumvorstellung von Musik Cage gefallen, dem bei seinen Kompositionen stets „Klangskulpturen“ vorschwebten. Bei Ribot geschieht das mit den heutigen Mitteln elektronischer Technik, mit einem scratchenden Mixer, der auf den Namen „ DJ Logic “ hört.
[...] Die Ruhe vor dem Sturm währt bei Ribot und seinen Avantgarde-Funk-Musikern nie lange. Verhaltener Beifall zunächst als Ausdruck der Überraschung, am Ende unverhohlene Begeisterung.


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Für Freunde leiser Töne

Montag, 12. Juli 2010 | Esslinger Zeitung

Es war eine fremde, ferne Welt, in die der Lautenist und Gitarrist Rolf Lislevand das Publikum im Ludwigsburger Schloss­theater entführte. Man kann es sich heute kaum mehr vorstellen, dass die Laute bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts als die Königin der Instrumente galt.

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Von Frank Armbruster

[...] Dem Fandango Santiago de Murcias fügte Lislevand ebenso eigene Va­riationen hinzu wie Gaspar Sanz‘ berühmtem Canarios, beides Werke, die Lislevand auf einem anderen, noch mehr als die Laute in Vergessenheit geratenen Instrument spielte: der Barockgitarre. Das mit fünf Doppelsaiten ausgestattete zierliche Instrument besitzt praktisch kein Bassregister, umso erstaunlicher war es mitzuverfolgen, welchen Reichtum an musikalischen Nuancen Lislevand diesem vielleicht leisesten aller Instrumente abgewann. [...]
Dass Lislevand den Abend kenntnisreich und pointiert selbst moderierte, trug einen Teil dazu bei, dass dieses Konzert trotz leiser Töne umso länger nachklingen wird.


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MARC RIBOT, 08.07.2010, Schlossfestspiele, Ludwigsburg

Freitag, 09. Juli 2010 | gig-blog

[...] vor den Toren der Landeshauptstadt hat sich der Wind gedreht und die beiden neuen Intendanten gehen mit großem Ehrgeiz an ihre Sache. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, in Ludwigsburg einen Geist entstehen zu lassen, auf den andere Festivals niemals kommen würden. So wie neulich bei den Song Conversations 1-3, bei denen Brad Mehldau, Bill Frisell und Joe Henry in wechselnder Besetzung den Ordenssaal im Ludwigsburger Schloss bespielten.

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Von Reiner Pfisterer

So wie neulich bei den Song Conversations 1-3, bei denen Brad Mehldau, Bill Frisell und Joe Henry in wechselnder Besetzung den Ordenssaal im Ludwigsburger Schloss bespielten.
CAGED FUNK: LOOPED, HIJACKED, DETOURNED& SCRATCH MIXED, so das Fragen aufwerfende Motto des Abends nach der Halbfinalniederlage.
John Cage war einer der ganz großen Außenseiter und Einzelgänger unter den Komponisten des letzten Jahrhunderts. Diesem mitunter sperrigen Werk nahm sich Marc Ribot, der seit drei Jahrzehnten als einer der umtriebigsten Gitarristen der New Yorker der Jazz-und Rockszene gilt, mit seinen Freunden an.
Zu den unzähligen Musikern, mit denen Ribot musiziert, gehören Leute wie Elvis Costello und Tom Waits.

Die Freunde an diesem Abend waren jedoch andere: Marco Capelli (Gitarre), Brad Jones (Bass), DJ Logic (Turntables) J.T. Lewis (Schlagzeug) feat. Bernie Worrell (Keyboards).
Der Geist einer Welturaufführung wehte auch durch die zweitägigen Proben. Da wurden ständig Notizen gemacht, Dinge verworfen, ungewöhnliche Sounds kreiert.

Funk trifft auf John Cage. Das mag auf den ersten Blick irritieren, doch es herrschten nicht nur wummernde Bässe an diesem Abend vor. Vieles klang sehr frei und improvisiert und mitten im Konzert hatte ich eine Vision, die so einer Art Lebenstraum nahe käme . Ich schloss die Augen und sah plötzlich Mark Hollis die Bühne betreten und gemeinsam mit Ribot und seinen Freunden „Spirit of Eden“ das Meisterwerk von Talk Talk aus den späten 80ern neu interpretieren.

[...] Mein Tipp für diese Saison, die noch bis zum 31.Juli geht ist das Abschlusskonzert zu Ehren von Irmin Schmidt, dem langjährigen CAN-Mitglied.


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Ich ist doch ein anderer

Montag, 05. Juli 2010 | Stuttgarter Nachrichten

Jens Harzer liest Joseph Roth bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen

Die Zuschauer sitzen in barocker Pracht und blicken auf eine Inszenierung strenger Konzentration. Eine kaum sichtbare Landschaft mit Mond an der hinteren Bühnenwand, ein Holzstuhl, ein Mann in Schwarz. Der Mann heißt Jens Harzer und er liest am Sonntagmorgen im Theater des Ludwigsburger Schlosses Joseph Roths Roman “Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht”.

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Von Nicole Golombek

[...] Harzer hat seine Textfassung auf den Knien liegen, lange verharrt er in der Position einesd Jungen, der soeben fremde Blätter in die Hand bekommen hat. Gelegentliche Eitelkeitsanfälle des jungen Helden deutet er durch ein unmerkliches Sichaufrichten an, durch eine stolz lässige Pose, nur die mit “liebe Freunde” eingeleiteten Selbstanklagen spricht er mit festem Blick in Richtung Publikum. Harzers Ton ist nie selbstmitleidig, er ist freundlich, fast schmeichelnd und doch schwingt etwas Obskures mit. man traut ihm nicht. So wahrt Harzer großartig die doppelten Böden in Joseph Roths Text.


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Tanzwesen mit exzentrischer Körpersprache

Freitag, 02. Juli 2010 | Luwigsburger Kreiszeitung

Die Tänzer kommen aus dem Publikum langsam auf die Bühne. Ziehen sich bis auf die bunte Unterwäsche aus. legen ihre Kleider und Schuhe am hinteren Rand ab, hüllen sich in rote Decken. Nun stehen sie, eine gefühlte Ewigkeit, bewegungslos im Raum, sind “Out of Context” – wie Alain Platel seine neuste Tanzschöpfung genannt hat.

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Von Dietholf Zerweck

Auch in seinem neuen Stück arbeitet der belgische Choreograph Alain Platel, der seit seiner Zeit als Heilpädagoge von den Bewegungen körperlich und geistig Behinderter fasziniert ist, mit solch exzetrischer, der “Normalität” entfremdeter Körpersprache. Immer geht es dabei um Kommunikation und Interaktion – und sei es nur mit sich selber. [...]
Tätsächlich: Nichts ist vergleichbar mit der exzentrisch virtuosen, zwischen Hysterie und Ekstase pulsierenden Tanz- und Körpersprache Platels. [...]
Die Tanzfans im Forum jedenfalls bejubelten die Leistung der neun Tänzerinnen und Tänzer. Zu Recht.


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Drei Säulen tragen die neue Klasse der Festspiele

Freitag, 02. Juli 2010 | Ludwigsburger Kreiszeitung

Beschwingt und zufrieden kann man an einem lauen Sommerabend das forum verlassen. Die Offenbach-Gala “mon Cher Amant” war ein echtes Erlebnis und ein Musterbeispiel für das neue Konzept von Intendant Thomas Wördehoff.

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Von Arnim Bauer

Eine rundum gelungene Produktion, extra erarbeitet für die Schlossfestspiele, deren Profil derartige Veranstaltungen schärfen, die es anderswo nicht zu sehen gibt. Wenn sie auch noch eine solche Klasse bringen wie dieser Abend, dann hat dieses Konzept der besonderen Darbietungen auch eine frohe Zukunft. [...]
Liefers, gerne mit Blickkontakt zur feschen Sängerin, versteht es ebenso wie diese in ihrem Gesang, die feine Ironie Offenbachs und der brüder de Goncourt durchklingen zu lassen und im Wechsel entsteht so ein starkes Bild, das weit mehr ist als eine bloße Offenbach-Aufführung. Wer’s gesehn hat, darf gücklich sein.


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Die schwere Kunst des Leichten

Freitag, 02. Juli 2010 | Stuttgarter Nachrichten

Manche Sängerinnen sind schön. Andere sind klug. Nur wenige sind beides. Zu diesen zählt auch die in der Schweiz lebende Bulgarin Vesselina Kasarova (44), denn sie singt nicht nur, sondern gestaltet.

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Von Susanne Benda

Sogar bei Arien von Jacques Offenbach, mit denen sie am Mittwochabend bei den Schlossfestspielen das große Forum am Schlosspark fast zur Gänze mit Publikum füllte, steckt fast hinter jedem Ton ein Gedanke. [...]
Die Texte aus den Tagebüchern der Brüder Goncourt, Streifzüge durch Gesellschaft und Halbwelt des späten 19. Jahrhunderts, ergänzen den Abend mit eigenen Stimmungen und Kontrasten, die der Schauspieler Jan Josef Liefers mit kundigem Understatement liest. Der Kritiker, dem die Goncourts einen Maulkorb verpassen (“Er übt eine Funktion aus, die es eigentlich erforderlich machte, vollkommen zu sein”), schweigt und genießt.


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Im Land, wo die Zitronen blühn

Mittwoch, 30.Juni 2010 | Esslinger Zeitung

Der Appetit auf Zitrusfrüchte war ungemein, nachdem Christine Schäfer Hugo Wolfs Mignon-Lied „Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn“ beendet hatte. Allein schon wie sie das Wort Orange artikuliert hatte, ließ einem das Wasser im Mund zusammenlaufen, so prall, so saftig, so süß baute sich die Südfrucht vor dem inneren Auge auf. Plastischer in Sachen Vokalformung und Singgestus geht’s nicht mehr.

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Von Verena Grosskreutz

Schäfer hat alles, was eine gute Liedsängerin braucht für die feinsinnige Textausdeutung in der intimen Atmosphäre eines Liederabends: die Fähigkeit zum schnellen Verändern der Stimmfarbe, das bruchlose Gleiten durch die Register, die Kontrolle über die Stimme in allen dynamischen Bereichen. [...]
Als glückliche Fügung offenbarte sich Schäfers Zusammenarbeit mit dem Mann am Klavier, Graham Johnson. Man hörte sich gegenseitig genau zu. Und Johnson gestaltete genial sensibel: ein Schattenmaler, Konturenzeichner, Pointillist in einer Person, der es versteht, das Gesungene psychologisch sorgsam auszudeuten und das Klavier in so stille, weltentrückte Klangregionen zu führen, von denen man vorher nicht einmal etwas geahnt hat. Das Publikum im Forum war begeistert und ließ die beiden erst nach drei Zugaben gehen. [...]


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Formvollendete Tonmalerei

Donnerstag, 22. Juni 2010 | Bietigheimer Zeitung

Diana Damrau triumphiert bei Schlossfestspielen
Sopran voll Dramatik, Koloraturkönigin mit Bodenhaftung, Primadonna ohne Allüren: Jedes Kompliment für Diana Damrau wäre untertrieben.

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Von Clarissa Soder

Wer sie erleben wollte, musste früh aufstehen. Doch sicher nicht so früh wie die Künstlerin selbst, deren Wecker nach eigenem Bekunden am Sonntagmorgen um halb acht in der Früh klingelte. Ein Matinee-Konzert stellt für Musiker, insbesondere Sänger, wahrlich eine Herausforderung dar.
[..] Ihr zur Seite stand Xavier de Maistre an der Harfe. Der begnadete Virtuose war der Sängerin nicht nur sensibler Begleiter, sondern überzog das Forum in zwei Solo-Stücken mit feinem Harfenzauber. Besonders das “Impromptu” von Gabriel Fauré gab Xavier de Maistre die Gelegenheit, die vielseitigen Artikulationsmöglichkeiten seines prunkvollen, goldglänzenden Saiteninstruments vorzuführen. [...]


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Wer sich der Einsamkeit ergibt

Donnerstag, 22. Juni 2010 | Stuttgarter Nachrichten

[...] Das impressionistische Moment in Liedern von Hahn, Chausson und Duparc lag der Harfe mehr, hier fand auch eine innigere Verschmelzung mit der Stimme statt. [...]

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Von Wolfgang Teubner

[...] Das herausragende Ereignis des Konzertes war indes die Addition zweier Weltklassekünstler. Man kennt Diana Damrau als faszinierende Sängerin, ihr leicht geführter Sopran vermag auch noch mit leisen Tönen den Saal zu füllen. Ihre Stimme drängt aber nach mehr, die große Oper bricht immer wieder durch, auch in den Andeutungen der Szene. Da gibt es juwelengleiche Töne, die sie reich verschenkt, die den engeren Rahmen des Liedes mitunter aber hinter sich lassen. Im zweiten Teil nimmt sie sich mehr zurück, hier überwiegen der Charme, die Atmosphäre, man mag die Zeit anhalten, so schön ist das. [...]


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Sopran und Harfe - ein äußerst reizvolles Duo

Donnerstag, 22. Juni 2010 | Ludwigsburger Kreiszeitung

Die Idee, Lieder von Franz Schubert, Richard Strauss und franzöischen Impressionisten statt wie gewohnt von einem Klavier von einer Harfe begleiten zu lassen, ist nicht so ungewöhnlich wie es manchen Besuchern der Festspielmatinee am Sonntagvormittag erscheinen mochte.

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Von Franzgerhardt von Aichberger

[...] Der warme, stets gut geführte Sopran und die virtuose Harfenbegleitung kamen auch den reizvollen Petitessen von Reynaldo Hahn und Ernest Chausson zugute. Meisterlich dargeboten, waren die beiden Solostücke für die Harfe von Francisco Tarega und Gabriel Faure Höhepunkte des Programms. Als der letzte Ton der Villanelle von Eva Dell’aqua verklungen war, brach ein Beifallssturm los, der erst nach drei Zugaben endete. [...]


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Magische Momente reinen musikalischen Glücks

Mittwoch, 21. Juni 2010 | Stuttgarter Zeitung

Vier unterschiedliche Gesichtsausdrücke konnte man am Freitagabend im Ordenssaal des Ludwigsburger Residenzschlosses vom Pianisten Brad Mehldau sehen: den freundlich-neutralen Blick des sympathisch auf Deutsch durch den Abend führenden Moderators, die mit geschlossenen Augen signalisierte Hingabe an die Musik, den stets neugierig sich rückversichernden Blick zum Gegenüber und schließlich ein seltsam verzerrter Mundwinkel, der wohl bedeuten mochte, dass Mehldau selbst staunte, was und wie ihm und seinem Partner, dem Gitarristen Bill Frisell, an diesem Abend alles gelang.

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Von Ulrich Kriest

[...] Gibt es bekanntere Melodien als “Alfie” von Burt Bacharach oder “Moon River” von Henri Mancini, deren erhabene Schönheit Frisell und Mehldau rekonstruierten und dann wirklich bis auf den letzten Ton auskosteten? Da befand man sich schon in einer schier endlosen Folge von Zugaben, mit denen das Publikum das Ende dieses Abends herauszuzögern wusste. Mindestens so erstaunlich wie die Musik war im Übrigen die Bescheidenheit und Freude, mit der Frisell seine Meisterschaft präsentiert. [...]


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So groß kann die Freiheit sein

Mittwoch, 21. Juni 2010 | Stuttgarter Nachrichten

Drei Musiker, drei Abende, drei Duette: Mit diesem ebenso simplen wie schlüssigen Konzept haben der Komponist Brad Mehldau, der Barde Joe Henry und der Gitarrist Bill Frisell am Mittwoch, Freitag und Samstag im Ordenssaal des Ludwigsburger Schlosses live musikalische Intensität zelebriert.

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Von Bernd Haasis

Ein kleines Festival im großen, mit insgesamt rund 1000 Besuchern, mit dem sich Thomas Wördehoff, der neue Intendant der Schlossfestspiele, gleich positioniert hat als Freigeist mit frischen Ideen. [...]
Der Laborversuch ist geglückt. Es wäre nicht derselbe geworden ohne den vierten im Bunde: den Ordenssaal mit seinem wundersam klaren Klang, in dessem barockenen Prunk erst so richtig deutlich wurde, wie groß Freiheit sein kann; richtig verstandene amerikanische ebenso wie die deutscher Festivalmacher, die mit Mut und Verve ungeahnte musikalische Horizonte aufreißen.


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Ein Bäumchen-wechsle-Dich-Spiel Auftakt zum Song-Conversation-Zyklus

Sonntag, 18. Juni 2010 | Bietigheimer Zeitung

So ungleich das Musikerpaar da auf der Ordenssaalbühne des Schlosses auch sein mag: Die Konversation mittels Instrumenten und einer Stimme gelingt Joe Henry und Brad Mehldau sehr flüssig.

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Von Patricia Fleischmann

[...] Den Anfang machten Jazzpianist Brad Mehldau und Singer-Songwriter und Produzent Joe Henry. Der fand eingangs gleich schmeichelhafte Worte für seinen grandios die Tasten bedienenden Bühnenpartner. Man habe in den vergangenen zehn Jahren zwar wenig miteinander gespielt, doch erhebe Mehldau ihn jedes Mal zu einem Billy Strayhorn. Gut, selbst wenn das tief gestapelt war für einen, der sich selbst durchaus zuhause fühlt bei Blues, Country und Jazz: Ganz weit daneben liegt Henry nicht mit dieser Anerkennung, schließlich umfasst Mehldau ein riesiges Spektrum an Stilen, ihn als Jazzpianisten einzuordnen, darf man getrost als denkbar weiteste Klammer für einen Musiker und Komponisten seiner Größe ansehen.
[...] Was für Texte! Henry beherrscht nicht nur die Komposition eingängig-anspruchsvoller Melodien, sondern er ist obendrein ein Poet und nicht zuletzt ein sehr souveräner Vortragskünstler. Auch eigene Interpretationen bekannter Songs wie “Night and Day” oder “I’ve got you under my Skin” kamen zum Vortrag samt dreier Zugaben. [...]


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Zerlegt, entstaubt und entmumifiziert

Donnerstag, 15. Juni 2010 | Ludwigsburger Kreiszeitung

Vierter Abend, drittes Programm der Musicbanda Franui, die zuvor bereits so herzerfischende Interpretationen von Mahler- und Brahmsliedern geboten hatte. Nun war Schubert an der Reihe und das Publikum war begeistert von der ungewöhnlichen Art, mit den Liedern des Komponisten umzugehen.

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Von Arnim Bauer

[...] Die Grundlage aber bilden die Bläser der virulenten Banda, die Schubert, dem meist auch musikalisch still am Bächlein Sitzenden, über stille Berge und ruhige Täler Wandernden, so eine neue Lebendigkeit mit auf seine Wanderungen geben. Da fliegt der Staub der Jahrhunderte, wird endlich einmal nicht in Ehrfurcht erstarrt , sondern interpretiert und der wahre Schubert kommt zum Vorschein, mit aller Kraft und Poesie, aber entmumifiziert.


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Gebrochene Romantik

Mittwoch, 14. Juni 2010 | Bietigheimer Zeitung

Die Osttiroler Musikband “Franui” geht mit Brahms Volksliedern frech, aber nicht respektlos um: Ihre Neuinterpretationen mit alpenländischem Touch lavieren unterhaltsam zwischen Ernst und Komik.

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Von Clarissa Soder

[...] Akkordbrechungen und die Zerlegung in Dreiklänge, denen schon Brahms in den Volksliedern nachspürte, werden in dieser Interpretation verstärkt. Auch die Zweistimmigkeit mit Terzintervallen unterstreicht den Liedcharakter. Die natürliche Ungekünsteltheit der Singstimmen erden die Lieder, die von Herzschmerz und Liebeswahn erzählen. Ihr Vortrag laviert zwischen Ernst und Komik. Und so ganz sicher kann man sich nicht sein, auf welche Seite sich “Franui” letztendlich schlägt.

Unter diesem Vorzeichen hat man Brahms noch nicht gehört. Kombiniert mit dem unbeugsam realistischen Blick der Literatur der 20er Jahre auf das Ungeschönte bietet “Franui” mit seinem Brahmsvolkslieder-Programm einen ganz neuen, auf jeden Fall unterhaltsamen und nicht immer ernst gemeinten Blickwinkel auf den Begriff der deutschen Romantik.


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Die Seele der Mahler-Lieder freigelegt

Montag, 12. Juni 2010 | Ludwigsburger Kreiszeitung

Eines der spannendsten Projekte der in der ersten Festspielsaison des neuen Intendanten Thomas Wördehoff ist das viertägige Gastspiel der Osttiroler Musik-Banda Franui.

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Von Dietholf Zerweck

Am Donnerstagabend kam im Ordenssaal ihr jüngstes Programm „Mahlerlieder“ zur Uraufführung: eine wunderbar gelungene, sehr originelle Interpretation von einem guten Dutzend Mahlerscher Kompositionen, vor allem eine Auswahl seiner “Lieder aus Des Knaben Wunderhorn”. [...]
Musikalisch ist das Mahler-Programm von Franui (was demnächst auch auf CD erscheinen wird) eine unglaublich farbenreiche Aneignung.


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Bewegung, die spricht

Mittwoch, 07. Juni 2010 | Bietigheimer Zeitung

Tanz im Forum: 18 Darsteller auf der Bühne, die aus 13 verschiedenen Nationen kommen, wenn die durcheinander sprechen, dann kann man erahnen, was Gott beim Turmbau zu Babel anrichtete.

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Von Gabriele Szczegulski

Mit einem Turm wollten die Menschen im Lande Shinar sich mit Gott messen: “Da kam der Herr auf die Erde, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten. Nun befürchtet er, dass ihnen nichts mehr unerreichbar sein wird, was sie sich auch vornehmen, das heißt, dass das Volk übermütig werden könnte und vor nichts zurückschreckt, was ihm in den Sinn kommt. Gott verwirrt ihre Sprache und vertreibt sie über die ganze Erde.” So stehts in der Bibel.
[...] Die neue Sprache, die Cherkaoui in “Babel” erschafft, erschlägt und fasziniert gleichermaßen. Am Ende ist der Zuschauer atemlos wie die Tänzer selbst und kann nicht fassen, was er sah. Das Stück in seiner geballten Ladung ist Ausgangspunkt für eigene Gedanken, und das ist gut so. Im Forum wurde das Ensemble frenetisch gefeiert, vielleicht, um das Chaos im Kopf zu verdrängen ob dieser choreografischen und körperlichen Anstrengung, den Turm zu Babel noch zu übertreffen.


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Nachdenken über die Leichen im mentalen Keller

Mittwoch, 07. Juni 2010 | Stuttgarter Nachrichten

Dass Gesten der Gewalt das sind, was uns Menschen um den Globus eint, ist auch die Botschaft von “Babel”. Gewalt als Abwehrhaltung gegenüber dem, was man nicht versteht?

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Von Andrea Kachelrieß

“Babel” endet immerhin mit einer versöhnlichen Geste – nach vielen verstörenden, anrührenden, komischen Momenten. Die fünf Kuben aus Metallstangen, welche die Tänzer zuvor zu immer neuen Türmen ineinander schachtelten, öffnen sich nun zu einer Umarmung – so wie Cherkaoui Tänze und Stile integriert. Auch deshalb wurde “Babel” kurz nach der Premiere als innovativste Tanzproduktion des Jahres gefeiert.


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Die Suche nach dem Heil

Mittwoch, 07. Juni 2010 | Stuttgarter Zeitung

In the age of silence people communicated more.” Mit Worten und Zeichensprache erklärt die Frau an der Rampe im Forum Ludwigsburg, die in schwarzen Lackhosen, hohen, oberschenkellangen Stiefeln und Fünfziger-Jahre-Pony an einen Androiden des Films “Blade Runner” erinnert, wie in der Ära der Stille kommuniziert wurde: Am Anfang war die Geste.

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Von Petra Mostbacher-Dix

Dann rumort es. Frauen und Männer fügen sich nach rüden Verbalitäten in einen archaisch anmutenden Gruppentanz zum treibenden Wirbel einer japanischen Trommel, deren Vibrationen noch hinten im Parkett zu spüren sind. [...]
Cherkaoui hat eine Tour de Force geschaffen, die durch philosophische Ideen, Kunstgeschichte und Film, Wissenschaft, Globalisierung, aber auch pure Körpersprache, Musik und Emotion führt. Bei dieser Ideenfülle bleibt nicht aus, dass “Babel” stellenweise etwas lang und ungenau ist. Aber genau dieses Ineinanderfließen der Bilder ist es, das am Stück so fasziniert.


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Starker Beifall für Chor und Orchester

Montag, 05. Juni 2010 | Ludwigsburger Kreiszeitung

Sorgte zusammen mit Chor und Festspielorchester und einem grandios aufgeführten Bartók-Konzert für den musikalischen Höhenflug: Michael Hofstetter

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Von Dietholf Zerweck

In der grandiosen Wiedergabe durch Michael Hofstetter mit dem Chor und Orchester der Festspiele wird die berstende Energie dieser Musik unmittelbar spürbar. Auch hier geht es im märchenhaften Text um die Ferne und Ablösung von der Kindheit, um die Rückkehr aus der Zivilisation in die Natur.
Dies war ein starkes Finale eines vom inhaltlichen Konzept her überzeugenden Auftakts der Festspielsaison.


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Die Kindheit ist die Wiege der Musik

Montag, 05. Juni 2010 | Bietigheimer Zeitung

Die Uraufführung durch die Aurelius-Sängerknaben war der Höhepunkt des Abends. Der österreichische Komponist Wolfgang Mitterer hatte als Auftragswerk “Der Traum vom Sein” komponiert und der 13-jährige Wiener Oliver Hoi hatte einen anrührenden Text darauf geschrieben. Der Text ist das beste Beispiel, wie genau und ohne Vorurteile Kinder in ihrer Beobachtung sind.

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Von Gabriele Szczegulski

Bei der Interpretation der Komposition durch die jungen Sänger aus Calw wurde deutlich, was Evgen Bavcar zuvor gesagt hatte: Unbedarft, aber mit der ganzen Kraft ihrer jugendlichen Seele und dem großen Können ihrer Stimmen gingen die Knaben ans Werk. Auf die lautmalerische, Gefühle vermittelnde Musik von Mitterer sangen sie den Text so herzzerreißend und ausdrucksstark, dass aus der Entwicklung eines Blattes, die im Stück mit für einen 13-jährigen ungewöhnlich poetischen Worten beschrieben wird, ein Meilenstein der Musik wurde. Das wilde Durcheinander der Blätter im Herbst fand sich im wilden Durcheinander der Instrumente wieder. Selbst die Momente der Stille wurden zu musikalischen Augenblicken. Vögel hörte man zwitschern, als die Rede vom Frühling war.


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Der mutige Umgang mit der Tradition

Samstag, 27. Februar 2010 | Stuttgarter Zeitung

FESTIVAL Der Intendant Thomas Wördehoff stellt sein erstes Programm für die Ludwigsburger Schlossfestspiele vor. Von Frank Armbruster

Wow!”, möchte man ausrufen, hält man das neue Programm der Ludwigsburger Schlossfestspiele in Händen, und gleich noch mal, wenn man es gelesen hat.

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Schon optisch hebt sich das 120 Seiten starke, im handlichen Breitformat gehaltene Büchlein ab von den konventionell braven Werbeagenturheftchen der Vorjahre: das beginnt mit dem neuen, anspielungsreichen Logo, setzt sich fort in einer exquisiten Typografie und wird gekrönt durch die kunstvoll verwischten Fotos, die der österreichische Künstler Helmut Pokornig als gestalterisches Element zwischen die Programmseiten gestreut hat. Äußerlichkeiten, die freilich Ausdruck des neuen Geistes sind, der mit dem neuen Intendanten Thomas Wördehoff in Ludwigsburg eingezogen ist. [...]

Zu den neuen Veranstaltungen und Reihen, die sich nicht nur an Liebhaber klassischer Musik richten, zählen Literaturporträts [...] Einen Schwerpunkt bildet wieder das Tanztheater: der flämisch-marokkanische Choreograf Sidi Larbi
Cherkaoui und seine Eastman Kompanie gastieren an drei Abenden, Alain Platel widmet sich in seiner neuen Choreografie der großen Pina Bausch. Gastspiele großer Orchester sucht man vergebens, dafür wird zum ersten Mal Christine Schäfer nach Ludwigsburg kommen, Vesselina Kasarova und Bo Skovhus sorgen ebenso für internationalen Sängerglanz. Und selbst für die Kleinen bietet man etwas: an fünf Sonntagen gibt es auf dem Dachboden der Alten Corps de Logis eine Märchenstunde, bei der nebenbei Bühnenberufe vorgestellt werden. Es mutet vielversprechend an, das neue Ludwigsburger Konzept. Jetzt muss nur noch das Publikum mitmachen.


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Eine blühende Oase fern vom Festival-Mainstream

Samstag, 27. Februar 2010 | Stuttgarter Nachrichten

Das Denken soll die Richtung ändern: In Ludwigsburg wird im Sommer (fast) alles anders Mit dem neuen Intendanten Thomas Wördehoff (56) verändern die Ludwigsburger Schlossfestspiele vom 3. Juni bis 31. Juli ihr Gesicht: Das Festival soll zu einer Experimentierwerkstatt werden, in der sich Künstlerindividuen unterschiedlicher Sparten gegenseitig vorantreiben.

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KOMMENTAR Ins Offene

Von Susanne Benda

In Ludwigsburg beginnt in diesem Sommer ein gigantisches Experiment: Das Schloss wird von einem in die Jahre gekommenen Durchlauferhitzer für Stars des Klassik-Tourneezirkus zu einem Denk- und Spielzimmer, in dem die sogenannte ernste Musik das Lachen wieder lernen soll. Die Offenheit und der Mut des neuen Intendanten sind bewundernswert, und sowohl Thomas Wördehoff als auch sein Stellvertreter Uwe Schmitz-Gilsdorf haben ein Feuer, das ansteckt. Die Sponsoren des Festivals, deren Rückzug viele befürchteten, konnten beide schon für sich gewinnen. Jetzt liegt es am Publikum, ob die neuen, gebrochenen Formate und ob die Künstler, die Bekanntes einmal anders betrachten, bei ihm ankommen. [...]


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Von der Idee einer wachsenden Künstlerfamilie

Samstag, 27. Februar 2010 | Ludwigsburger Kreiszeitung

Für seine Neukonzeption der Ludwigsburger Schlossfestspiele hegt Thomas Wördehoff die Vision einer Künstlerfamilie, die mit den Jahren zusammenwächst und deren Mitglieder immer wieder gerne hier herkommen.

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Teil dieser Vision ist, dass die Musiker, Sänger, Schauspieler, Tänzer nicht nur einmalig auftreten und dann wieder zum nächsten Termin ihres Tourneekalenders eilen, sondern hier für eine Weile Station machen. Eine Chance fürs Publikum, sie an mehreren Tagen und in verschiedenen Programmen zu erleben. [...]


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